Historische ArchitekTouren

21. Mai bis 27. Juni 2021

Die Eröffnung der Ausstellung "Historische ArchitekTouren" fand in virtueller Form am Freitag, 21. Mai 2021, um 18.00 Uhr statt. 

 

Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten rund um Corona haben wir die Reihenfolge der Ausstellungen in diesem Jahr getauscht. Wir starten ab 23. Mai mit der Wanderausstellung "Historische ArchitekTouren". Sie können sie bis 27. Juni immer am Sonntag und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr im Klostertal Museum besuchen. 

 

Die Ausstellung ist im Rahmen eines aus dem Leader-Programm der Europäischen Union geförderten Projekts entstanden, an dem sich neben dem Museumsverein Klostertal auch die Montafoner Museen, der Heimatpflegeverein Großes Walsertal und die Gemeinden Mittelberg und Warth präsentiert haben. Historische Objekte und die Geschichten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner werden in der Ausstellung vermittelt. 

 

 

Die im Projekt entstandenen historischen Ortsrundgänge durch Innerbraz, Dalaas, Wald am Arlberg und Klösterle finden Sie hier:

Etwas oberhalb der Kirche St. Anna in Wald am Arlberg steht etwa das Dalberto-Haus, benannt nach jener aus Italien stammenden Familie, welche hier fast das gesamte 20. Jahrhunderts wohnhaft war. In dieser Zeit hat sich das äußere Erscheinungsbild des Anwesens kaum verändert. Es zählt zu den bemerkenswertesten Baudenkmälern des Klostertals und wurde schon vor rund 20 Jahren unter Denkmalschutz gestellt. Wie durch die dendrochronologische Untersuchung im Projekt festgestellt werden konnte, handelt es sich dabei auch um eines der ältesten Häuser des Klostertals, das schon im Mittelalter bestand.

Ein Zweiraumhaus wurde an dieser Stelle auf der Parzelle „Kendla“ bereits Ende des 14. Jahrhunderts um 1384 errichtet. Um 1616 erfolgte der Anbau einer unterkellerten Stube und einer Kammer. Die Innenausstattung der Stube mit der noch vorhandenen Täferung datiert in das ausgehende 18. Jahrhundert. Der Wirtschaftsteil ist hinten versetzt angebaut. Hier befand sich auch eine Werkstätte, wie die großen Fenster beweisen. Die gemauerte Vorderseite des Hauses wurde der Überlieferung nach von einem Bauhandwerker gestaltet, der viele Jahre in Frankreich gearbeitet hatte.

 

Im 19. Jahrhundert war hier eine der vielen Familien namens Burtscher (damals der gängigste Name in Wald) ansässig. 1890 ging das Anwesen an Alberta Burtscher über. Sie war mit einem italienischen Zuwanderer verheiratet. Anton Dalberto stammte aus Feltre in Venetien und war im Zuge des Baus der Arlbergbahn ins Klostertal gekommen. Der jüngste Sohn Andreas (geboren 1896) übernahm im Laufe des 20. Jahrhunderts den elterlichen Besitz. Er verstarb am Ende des 20. Jahrhunderts im Alter von fast 100 Jahren und zählte zu den Originalen des Dorfes.

Das Haut hat sich bis heute kaum verändert (Foto: Mai 2021):