Lebenswege. Aspekte der Zuwanderung aus dem Trentino ins Klostertal

Diese Ausstellung kann bis 25. Juni jeweils am MI und SO von 14-17 Uhr besichtigt werden!

Der Museumsverein Klostertal plant im Rahmen des Interreg-Projekts „Zuwanderung nach Oberschwaben und Vorarlberg vom 19. bis zum 21. Jahrhundert“ mehrere kleine Ausstellungen zu unterschiedlichen Aspekten der Migrationsgeschichte des Tales. Besonderes Augenmerk wird auf die Kooperationen mit anderen europäischen Regionen gelegt - jenen der Zielgebiete historischer Migrationsbewegungen aus dem Klostertal und jenen der Herkunftsgebiete von Migranten, die in den vergangenen 130 Jahren im Tal Arbeit gefunden haben. 

 

Den Auftakt macht ein Ausstellungsprojekt zur Zuwanderung aus dem Trentino ins Klostertal. Diese ist mit dem Bau der Arlbergbahn von 1880 bis 1884 verbunden. In dieser Zeit hielten sich mehrere Tausend Migrantinnen und Migranten im Klostertal auf. Im Hinblick auf die Herkunftsregionen stellte das „Welsch-Tirol“, die heutige autonome Provinz Trentino, den größten Anteil. In der zweisprachig (Deutsch und Italienisch) gestalteten Ausstellung werden die Umstände des Bahnbaus und der Zuwanderung thematisiert, also ein wichtiger Teil der Sozialgeschichte des Tales. Das größte Augenmerk gilt jedoch Lebens- und Familiengeschichten, vor allem auch jener Trentiner Familien, die im Klostertal eine Bleibe gefunden haben (und ihren Nachkommen). Derzeit weren Kooperationen gesucht, die eine Präsentation der Ausstellung in der Region Trentino ermöglichen sollen. Die Ausstellung wird im Rahmen des zum dritten Mal stattfindenen Tags der Begegnung eröffnet, wo 2019 das kulturelle Erbe der „Welschen“ im Mittelpunkt steht.