Alpe Mähren - Radonatobel

Ausstellung im Klostertal Museum

5. Juni bis 5. Oktober 2014

 

 

 

 

Bei der Fahrt aus dem inneren Klostertal Richtung Dalaas fällt ein mächtiger, grasbewachsener Berg mit ausgedehnten Hängen auf, der als Alpe Mähren bekannt ist. Gemeinsam mit dem großen Einzugsbereich des Radonatobels bildet dieser einen interessanten Teilbereich der Kulturlandschaft des Klostertals, der geografisch dem Lechquellengebirge zuzuordnen ist. Vielfältige Formen menschlicher Nutzung haben diese Region in den vergangenen Jahrhunderten geprägt. Der Blick in die Geschichte zeigt auch wesentliche Aspekte des Strukturwandels auf, der im Laufe des 20. Jahrhunderts den gesamten Alpenraum erfasst hat. In der Ausstellung, dem dazu erscheinenden Film und der gleichnamigen Publikation sind vielfältige Themenbereiche rund um das in unmittelbarer Nähe zum Klostertal Museum sich befindliche Einzugsgebiet von Alpe Mähren und Radonatobel dokumentiert. Neben Geologie, Namenslandschaft und dem Naturraum mit den darin vorkommenden Wildtieren steht die Geschichte der menschlichen Bewirtschaftung dieses Publikationen zur Ausstellung Raumes im Mittelpunkt. Alpwirtschaft, Bergmahd, Ziegen- und Schafhut sowie die Jagd sind dabei prägende Faktoren. Der 1383 erstmals erwähnte Name Alpmära verweist auf eine Meierhof-Alpe und damit die historische Nutzung. Im Laufe der Neuzeit hat sich diese umgewandelt, spätestens seit dem 19. Jahrhundert stehen Ziegenweide und Bergmahd im Mittelpunkt. Die Verpachtung der Heueter wurde ebenso wie der Auftrieb der Ziegenherde in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg beendet. Das imposante Radonatobel mit seinen zahlreichen Zubringern hat die Bewohner von Dalaas und Wald am Arlberg sowie die Arlbergbahn durch Vermurungen immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Sein Einzugsbereich ist jedoch auch ein interessanter Kulturraum, der für die Jagd eine wesentliche Rolle spielt. Die Gebiete im Heuetle und Bergli wurden über Jahrhunderte bewirtschaftet, während der innerste Bereich des Tobels, unterhalb des Steinernen Meeres, historisches Alpgebiet ist, in dem bis ins 20. Jahrhundert Schafe und auch Kühe geweidet wurden.

 

Publikation zur Ausstellung

Film zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist der Sammelband „Von schroffen Bergen eingeschlossen“ Das Lechquellengebirge und seine Erschließung, hg. von Christof Thöny und Andreas Rudigier. ISBN 978-3-902319-11-1, 192 Seiten, zahlreiche Farb- und Schwarzweißabbildungen, erschienen. Das Buch kann über den Museumsverein Klostertal zum Preis von EUR 25,90 bestellt werden.

Bericht zur Ausstellungseröffnung in Vorarlberg heute