Das Klostertal im Zeitalter der Extreme 1914 bis 1945

 

1. Juli bis 31. Oktober 2015

100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg und 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs präsentiert der Museumsverein Klostertal im Sommer 2015 eine Ausstellung, die sich den Auswirkungen diesen beiden Katastrophen des 20. Jahrhunderts auf die Region widmet. Die Ausstellung ist im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit den Montafoner Museen entstanden, das sich mit der Zeit von 1914 bis 1945 in der Region auseinandersetzt. Ein dazu erscheinender Folder gibt über die begleitenden Veranstaltungen Auskunft. Im Klostertal Museum stehen vor allem zwei Aspekte im Fokus. Einerseits werden ausgewählt Themen der regionalen Zeitgeschichte präsentiert. Diese reichen von den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs über die Zwischenkriegszeit und den Aufstieg der NSDAP bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs.

In dieser Hinsicht stehen die Opfer von Widerstand und Verfolgung im Zentrum, darunter auch die Klostertalerinnen und Klostertaler, die im Rahmen des sogenannten „Euthanasieprogramms“ umgebracht wurden. Im Zuge der Ausstellung sollen die Arbeit zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und der Diskurs zum Thema forciert und eine würdige Form des Gedenkens geschaffen werden. Neben der Geschichte des Klostertals von 1914 bis 1945 wird in dieser Ausstellung in einem mikrohistorischen Ansatz die Geschichte der Besitzerfamilie des heutigen Klostertal Museums rekonstruiert. Exemplarisch soll dabei aufgezeigt werden, wie sich die großen Bruchlinien des 20. Jahrhunderts im Ersten und im Zweiten Weltkrieg in konkreten Biographien widerspiegeln.